Bezahlen in Russland 2026: Was funktioniert – und was nicht

Seit 2022 funktionieren Visa-, Mastercard-, Maestro-, JCB- und American-Express-Karten, die ausserhalb Russlands ausgestellt wurden, im Land nicht mehr: weder zum Bezahlen im Geschäft noch zum Abheben am Geldautomaten. Heute hast du drei echte Möglichkeiten, in Russland zu bezahlen: Bargeld mitnehmen, vor der Reise eine MIR-Karte von YooMoney bestellen und dir nach Hause schicken lassen, oder vor Ort eine russische Karte (T-Bank) eröffnen. Pay in Russia, bis August 2026 der bequemste Weg, akzeptiert keine westlichen Karten mehr, und auf chinesische UnionPay-Karten ist ebenfalls kein Verlass.

Wenn du es kurz haben willst: Für eine kurze Reise ist es am einfachsten, Bargeld in tadellosen Scheinen mitzunehmen und es vor Ort zu wechseln. Wenn du lieber schon mit einer funktionierenden Karte ankommst, bestell rechtzeitig die MIR-Karte von YooMoney: Sie kommt in ein paar Wochen per Post. Für einen längeren Aufenthalt, oder wenn du den besten Wechselkurs suchst, bleibt die Karte von T-Bank die beste Wahl, die du erst in Russland bekommst. Und Vorsicht bei Pay in Russia: Mit Visa oder Mastercard lässt sich die Karte nicht mehr aufladen. Unten erkläre ich dir jede Option im Detail, mit aktuellen Informationen.

Wie man in Russland bezahlt – Beitragsbild

1. In Russland musst du in Rubel bezahlen

Das Erste, was du wissen musst: Egal ob du bar oder mit Karte zahlst, in Russland darf man rechtlich nur in Rubel bezahlen. Weder Euro noch Dollar noch Franken noch irgendeine andere Fremdwährung werden in Geschäften, Hotels oder Restaurants als Zahlungsmittel akzeptiert. In Rubel zu zahlen ist Pflicht, ohne Ausnahme.

Das heisst, dass du als ausländischer Reisender dein Geld irgendwann während der Reise in Rubel umtauschen musst, entweder indem du Bargeld wechselst oder indem du eine Karte auflädst, die im russischen System funktioniert. Und in der Praxis hat die Art, wie du dein Geld in Rubel umwandelst, grossen Einfluss auf die Gesamtkosten deiner Reise: Zwischen der schlechtesten und der besten Methode liegen locker 10 Prozent.

In den letzten Jahren hat der Rubel gegenüber Euro und Dollar stark geschwankt. Jenseits des «offiziellen» Wechselkurses zählt für dich deshalb vor allem, welche Zahlungsmethode du nutzt und zu welchem Zeitpunkt du dein Geld in Rubel umtauschst. Bargeld bei einer russischen Bank wechseln, eine russische Karte erst vor Ort aufladen oder Guthaben aus dem Ausland über einen Vermittler aufladen: Das sind drei sehr unterschiedliche Dinge.

Denk ausserdem daran, dass nach den internationalen Sanktionen Visa-, Mastercard-, Maestro-, JCB- und American-Express-Karten, die ausserhalb Russlands ausgestellt wurden, im Land nicht funktionieren. Karten russischer Banken dagegen funktionieren völlig normal weiter, allerdings fast immer nur innerhalb Russlands.

Die Informationen in diesem Beitrag basieren auf offiziellen Quellen, auf den echten Erfahrungen von Reisenden, die mir schreiben, und auf meinen eigenen Erfahrungen mit jeder dieser Optionen.

2. Die Optionen, um heute in Russland zu bezahlen (und die, die nicht mehr funktionieren)

Vor den Sanktionen war Bezahlen in Russland einfach: Du nutztest eine ausländische Visa- oder Mastercard, hobst an jedem Geldautomaten Geld ab oder verwendetest PayPal, Revolut oder Wise. Für Reisende funktionierte Russland wie jedes andere europäische Reiseziel.

Diese Situation hat sich komplett geändert. Heute funktionieren ausserhalb Russlands ausgestellte Karten im Land nicht mehr, weder zum Bezahlen in Geschäften noch zum Abheben von Bargeld. Auch die grossen westlichen Finanzdienste sind dort nicht mehr aktiv, ebenso wenig die üblichen mobilen Bezahlsysteme.

Trotzdem ist eine Reise nach Russland weiterhin problemlos machbar, solange du weisst, welche Alternativen es wirklich gibt. Das Problem ist, dass viele der Optionen, die im Internet noch genannt werden, gar nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt funktionieren, und manche ändern sich von einem Monat auf den anderen, wie es bei Pay in Russia passiert ist.

Ich gehe sie der Reihe nach durch, vom praktischsten zum am wenigsten nützlichen, genau so, wie ich sie heute einem Freund empfehlen würde, der demnächst reist.

Option 1. Nimm Bargeld mit

Bargeld mitzunehmen ist bis heute die sicherste Option und in vielen Fällen unverzichtbar. Die meisten Reisenden entscheiden sich dafür, Euro oder Dollar mitzunehmen und sie vor Ort in Rubel zu wechseln, vor allem bei kurzen Reisen oder wenn sie sich keine Formalitäten antun wollen.

Die allgemeine Empfehlung lautet, das Geld direkt in Russland zu wechseln, weil der Kurs dort normalerweise besser ist als im Ausland und es in Moskau, Sankt Petersburg und den regionalen Hauptstädten jede Menge Banken und Wechselstuben gibt. Rubel vor der Reise zu kaufen lohnt sich nur, um einen kleinen Startbetrag für die ersten Ausgaben zu haben (Taxi, Essen oder Einkäufe am Flughafen).

Wenn du dich für Bargeld entscheidest, beachte diese Punkte:

  • Du darfst mit bis zu 10’000 US-Dollar in bar (oder dem Gegenwert) nach Russland einreisen, ohne es anmelden zu müssen. Die Grenze gilt pro Person. Bei mehr musst du es bei der Einreise beim Zoll deklarieren.
  • Die Scheine müssen tadellos sein. Das ist das Problem, wegen dem mir Reisende am häufigsten schreiben: Russische Banken lehnen Scheine wegen einer geknickten Ecke, eines Flecks oder einer älteren Serie ab, und manche Leute konnten am Ende ein Drittel von dem, was sie dabeihatten, nicht wechseln. Dazu kommt, dass sie ab 40’000 Rubel pro Vorgang deinen Reisepass verlangen.
  • Der Wechselkurs unterscheidet sich deutlich von Anbieter zu Anbieter. Kleinere Banken und manche Wechselstuben in Einkaufszentren bieten in der Regel bessere Konditionen als die Schalter am Flughafen oder die im Touristenzentrum. Es gibt Webseiten, die die Kurse der einzelnen Banken veröffentlichen, so kannst du die mit dem besten Kurs auswählen.
  • Wechsle keine grossen Beträge am Flughafen, dort ist der Kurs meist schlechter. Tausch dort nur so viel, wie du für die ersten Ausgaben brauchst.

Bargeld funktioniert gut, hat aber seine Grenzen: Du musst ziemlich viel Geld am Körper tragen, mit dem Risiko von Verlust oder Diebstahl, und online kannst du damit nichts bezahlen (Zugtickets, Museen, Wohnungen). Mein Rat: Kombiniere es mit einer MIR-Karte, wenn du eine bekommen kannst.

Vorteile: einfach und volle Kontrolle über die Ausgaben; du bist nicht von Karten oder Apps abhängig.
Nachteile: Risiko von Verlust oder Diebstahl, abgelehnte Scheine in schlechtem Zustand und keine Möglichkeit, online zu bezahlen.

Russische Rubel

Option 2. MIR-Karte von YooMoney vor der Reise (per Post)

Wenn du mit einer bereits funktionierenden Karte in Russland ankommen willst, bleibt heute die MIR-Karte von YooMoney. YooMoney ist ein russischer Finanzdienst (aus der Sberbank-Gruppe), der dir ein elektronisches Wallet mit virtueller MIR-Karte eröffnet und dir dazu die physische Karte in dein Land schickt.

So bin ich vorgegangen:

  • Registrierung auf der Website von YooMoney mit deiner ausländischen Handynummer und einer E-Mail-Adresse. Eine russische Nummer brauchst du nicht.
  • Verifizierung aus der Ferne mit Selfie und Reisepass über die App. Nach der Verifizierung steigt das Limit auf 500’000 Rubel.
  • Wallet aufladen, um die 799 Rubel für den Versand der Karte zu bezahlen.
  • Physische Karte bestellen an deine Postadresse. Meine kam in 16 Tagen in Spanien an; YooMoney spricht von 2 bis 6 Wochen, bestell sie also mit viel Vorlauf.

Damit bezahlst du in Geschäften, online und kontaktlos, und du kannst am Automaten Rubel abheben, was keine virtuelle Karte erlaubt. Sie hat aber ihre Schwachstellen, und die solltest du kennen:

  • Sie lässt sich nicht aus jedem Land eröffnen. Die Registrierung hängt von deiner Telefonnummer und deinem Wohnsitzland ab, und aus manchen Ländern kommt man schlicht nicht durch die Anmeldung.
  • Die Verifizierung kann hängen bleiben. Die SMS kommt an ausländischen Nummern manchmal nicht an, und der Passscan hat bei mir mehrere Versuche gebraucht.
  • Das Aufladen aus dem Ausland klappt nicht immer. Bei mir ging es mit einer Visa, aber nicht mit einer Mastercard und nicht mit UnionPay, und der Wechselkurs ist nicht berauschend. Wenn deine Karte nicht durchgeht, bleibt der Weg über eine Wechselplattform (Exchanger), was einen Schritt und eine Gebühr mehr bedeutet. Im Artikel erzähle ich dir alles.

Wenn du vor der Reise Zeit hast, lohnt sich der Versuch: Den ganzen Ablauf mit Screenshots von jedem Schritt erkläre ich in YooMoney MIR-Karte: So bekommst du sie als Ausländer.

Vorteile: Du bekommst sie, ohne nach Russland zu reisen, es ist eine physische MIR-Karte, du kannst damit Bargeld abheben und sie in Russland mit Bargeld aufladen.
Nachteile: Der Versand dauert Wochen, sie lässt sich nicht aus jedem Land eröffnen, und das Aufladen mit ausländischer Karte klappt nur manchmal.

Russische MIR-Karte von YooMoney

Option 3. Eine MIR-Karte direkt in Russland eröffnen (T-Bank)

Für längere Aufenthalte, häufige Reisen oder wenn du den bestmöglichen Wechselkurs suchst, ist die umfassendste Lösung nach wie vor, ein russisches Bankkonto samt Karte zu eröffnen, sobald du in Russland bist, eingebunden ins MIR-System.

Hier geht es um ein echtes Bankkonto. Die Karte lässt sich innerhalb des Landes ohne Einschränkungen nutzen und erlaubt Zahlungen und Bargeldabhebungen am Automaten mit sehr niedrigen oder gar keinen Gebühren. Dazu kommt der günstigste Wechselkurs, wenn du Euro oder Dollar direkt in Russland einzahlst.

Von allen russischen Banken ist die, die ich ohne Zögern empfehle, T-Bank (früher Tinkoff), und zwar aus zwei Gründen:

  • Es ist mit Abstand der einfachste Ablauf. T-Bank ist eine zu 100 Prozent digitale Bank ohne Filialen: Du füllst den Antrag online vor der Reise aus, und sobald du in Russland bist, bringt dir ein Mitarbeiter die Karte dorthin, wo du es sagst: ins Hotel, in eine Wohnung oder ins Café. Du musst in keine Filiale und dich nirgends anstellen.
  • Beim selben Termin bekommst du auch die russische SIM-Karte. Über den hauseigenen Anbieter T-Mobile kann der Mitarbeiter dir SNILS (die russische Sozialversicherungsnummer), das Gosuslugi-Konto, die biometrische Registrierung und die SIM-Aktivierung erledigen, alles in rund 30 Minuten. Verfügbar ist das in Moskau, Sankt Petersburg, Kasan und Wladimir, und es kommen laufend Städte dazu. Wenn du längere Zeit in Russland verbringst, macht dir eine russische Nummer das Leben enorm leichter.

Weitere von Ausländern genutzte Banken sind Sberbank und Raiffeisen Bank, aber in beiden Fällen musst du persönlich in eine Filiale und der Vorgang dauert deutlich länger.

Verlangt werden normalerweise:

  • Reisepass,
  • Visum (falls erforderlich),
  • Migrationskarte,
  • und in manchen Fällen eine russische Telefonnummer.

Der grösste Nachteil ist, dass du sie nicht vor der Ankunft fertig haben kannst: Der Antrag startet online, die Karte wird aber erst in Russland übergeben. Und um Geld aufs Konto zu bekommen, musst du Bargeld (Euro oder Dollar) mitnehmen und dort wechseln, das will also gut organisiert sein.

Deshalb lohnt sich das für eine Reise von vier oder fünf Tagen meist nicht, wohl aber für längere Aufenthalte, wiederkehrende Reisen oder wenn du den besten Wechselkurs willst und am Automaten Bargeld abheben möchtest. Den kompletten Ablauf erkläre ich hier: wie du als Ausländer eine russische MIR-Karte von T-Bank bekommst.

Ein netter Zusatz: Mit einer russischen Karte kannst du Mir Pay nutzen und mit dem Handy bezahlen, ohne die physische Karte dabeizuhaben (nur unter Android).

Vorteile: der beste Wechselkurs, niedrige Gebühren, Bargeldabhebung und uneingeschränkte Nutzung im Land. Bei T-Bank ist obendrein die russische SIM erledigt.
Nachteile: Du kannst sie erst in Russland abschliessen und musst Bargeld mitbringen, um das Konto zu füllen.

T-Bank MIR-Karte in Russland
Russische MIR-Karte von Sberbank

Option 4. Pay in Russia: warum es für die meisten Reisenden keine Option mehr ist

Bis Sommer 2026 war das der Weg, den ich für eine kurze Reise empfohlen habe: Pay in Russia ist eine virtuelle Prepaidkarte des russischen Systems, die du in zwei Minuten von zu Hause aus eröffnest, ohne russische SIM, und die du mit deiner Visa oder Mastercard aufgeladen hast.

Seit August 2026 lässt sie sich nicht mehr mit Visa oder Mastercard aufladen, auch nicht mit Apple Pay oder Google Pay. Das ist übrig geblieben:

  • Die nicht verifizierte Karte lässt sich nur mit chinesischen Methoden aufladen: WeChat und Alipay (chinesische Staatsbürger) oder Alipay HK (Hongkong).
  • Die verifizierte Karte, verfügbar mit bestimmten Pässen (spanisch, deutsch, italienisch, lettisch, estnisch, mexikanisch oder kolumbianisch), akzeptiert diese Methoden und zusätzlich USDT (Kryptowährung), mit einem Limit von 600’000 Rubel und einem Jahr Gültigkeit. Der Schweizer Pass steht nicht auf der Liste; wer zusätzlich einen deutschen oder italienischen Pass hat, kann sich damit verifizieren.

Mit anderen Worten: Für westliche Reisende funktioniert sie nur, wenn du dich verifizieren kannst und bereit bist, USDT auf einer Börse zu kaufen und über das richtige Netzwerk zu verschicken. Das klappt, ist aber nicht die Lösung, die ich den meisten empfehlen würde. Wenn du ohnehin mit Kryptowährungen arbeitest, erkläre ich dir den Ablauf in meinem Leitfaden zu Pay in Russia.

Vorteile: Du eröffnest sie in Minuten von zu Hause aus, brauchst keine russische SIM, und mit USDT ist der Wechselkurs sehr gut.
Nachteile: Mit westlichen Karten lässt sie sich nicht mehr aufladen, Bargeld abheben geht nicht, und die nicht verifizierte Version funktioniert nur mit chinesischen Methoden.

Virtuelle MIR-Karte von Pay in Russia in der App

Option 5. UnionPay-Karten: warum sie keine verlässliche Lösung mehr sind

Nach dem Rückzug von Visa und Mastercard aus dem russischen Markt galten UnionPay-Karten, das chinesische Zahlungssystem, eine Zeit lang als die grosse Alternative für ausländische Reisende. Da es sich um ein System ausserhalb der westlichen Sanktionen handelt, konnte man damit auf dem Papier in Russland bezahlen und in bestimmten Geschäften und an bestimmten Automaten Bargeld abheben.

Die heutige Realität sieht ganz anders aus. UnionPay existiert zwar weiter und ist in Russland präsent, aber die meisten ausserhalb des Landes ausgestellten UnionPay-Karten funktionieren nicht mehr oder nur sehr unzuverlässig. Das hängt von der ausgebenden Bank, dem Herkunftsland und dem Kartentyp ab, weshalb viele Reisende auf abgelehnte Zahlungen stossen oder kein Geld abheben können, selbst bei Banken, die damit werben, sie zu akzeptieren.

Dazu kommt, dass es immer schwieriger wird, ausserhalb Russlands überhaupt eine UnionPay-Karte zu bekommen. In vielen Ländern werden sie gar nicht mehr ausgegeben, und wo es sie noch gibt, sind sie mit hohen Kosten und monatlichen Gebühren verbunden, ohne jede Garantie, dass sie vor Ort funktionieren.

Aus Erfahrung: Etliche Leute kommen in Russland an und verlassen sich auf UnionPay, nur um vor Ort festzustellen, dass die Karte nicht funktioniert. Deshalb sage ich es klar: Ich empfehle sie nicht. Sie mag im Einzelfall funktionieren, aber darauf baut man keine Reise auf.

Vorteile: theoretisch kannst du damit bezahlen, ohne ausschliesslich auf Bargeld angewiesen zu sein.
Nachteile: unberechenbar, schwer zu bekommen und teuer in den Gebühren, ohne Garantien.

UnionPay, Visa und Mastercard in Russland

3. Und wenn ich nur Geld an Familie oder Freunde in Russland schicken will?

Nicht jeder braucht eine Karte, um in Russland zu bezahlen. Viele suchen einfach einen Weg, Geld an Familie oder Freunde zu schicken, die dort leben, und das ist seit der Aussetzung der meisten westlichen Finanzdienste deutlich komplizierter geworden.

Dienste wie PayPal, Wise oder Revolut erlauben keine Überweisungen nach Russland, sie fallen also weg. Trotzdem gibt es Alternativen, die weiterhin funktionieren und internationale Überweisungen ins Land ermöglichen.

Einer der Dienste, mit denen sich derzeit Geld nach Russland senden lässt, ist SendNOW. Solche Plattformen richten sich genau an Leute, die nicht nach Russland reisen und keine Karte brauchen, sondern schlicht Geld aus dem Ausland schicken wollen, damit der Empfänger es dort erhält.

Nützlich ist das zum Beispiel, um:

  • Familienangehörige finanziell zu unterstützen,
  • Freunden Geld zu schicken,
  • oder gelegentliche Überweisungen zu machen, ohne zu reisen oder ein russisches Bankkonto zu eröffnen.

In diesem Artikel gehe ich alle Alternativen durch, die es im Moment gibt, und welche bei mir am besten funktioniert hat: Wie man Geld nach Russland sendet (meine persönlichen Erfahrungen).

Denk daran, dass Geldsenden dir nicht dabei hilft, als Tourist in Geschäften zu bezahlen. Es ist aber die richtige Lösung, wenn dein einziges Ziel darin besteht, Geld zu jemandem zu bringen, der in Russland lebt.

4. Welche Option passt zu deiner Reise?

Nachdem wir alle Alternativen durchgegangen sind: Die beste Art, in Russland zu bezahlen, hängt von der Art deiner Reise ab und davon, wie viel Zeit du bis zur Abreise hast. In jedem Fall ist Bargeld die Grundlage.

Wenn du für ein paar Tage reist und es unkompliziert halten willst, nimm Bargeld in tadellosen Scheinen mit und wechsle es vor Ort. Wenn du zusätzlich schon vor der Reise online bezahlen willst (Züge, Museen, Oper) oder nicht nur von Bargeld abhängen möchtest, bestell die MIR-Karte von YooMoney mit mindestens einem Monat Vorlauf: Sie kommt per Post zu dir nach Hause.

Wenn du mehrere Wochen unterwegs bist, häufig nach Russland reist oder den besten Wechselkurs willst, lohnt es sich am meisten, Bargeld mitzunehmen und vor Ort die Karte von T-Bank zu eröffnen. Das erfordert etwas mehr Organisation, gibt dir aber ein vollwertiges russisches Konto, niedrige Gebühren, Bargeldabhebungen am Automaten und, wenn du magst, eine russische SIM-Karte im selben Termin.

Wenn du chinesischer Staatsbürger bist, in Hongkong wohnst oder ohnehin mit USDT arbeitest, ist Pay in Russia weiterhin ein schneller Weg, schon vor der Abreise eine virtuelle russische Karte zu haben.

5. Häufige Fragen zum Bezahlen in Russland

Kann ich in Russland mit meiner ausländischen Visa- oder Mastercard bezahlen?

Nein. Visa-, Mastercard-, Maestro-, JCB- und American-Express-Karten, die ausserhalb Russlands ausgestellt wurden, funktionieren im Land weder zum Bezahlen in Geschäften noch zum Abheben am Geldautomaten. Es funktionieren ausschliesslich Karten russischer Institute innerhalb des MIR-Systems.

Was ist die beste Option, um als Tourist in Russland zu bezahlen?

Für eine kurze Reise: Bargeld in tadellosen Scheinen mitnehmen und, wenn du Zeit hast, vorher die MIR-Karte von YooMoney bestellen, die per Post kommt. Für längere Aufenthalte, oder wenn du den besten Wechselkurs und Bargeldabhebungen willst, die Karte von T-Bank, die du erst in Russland bekommst. Ideal ist es, eine MIR-Karte mit Bargeld zu kombinieren.

Kann ich eine MIR-Karte bekommen, ohne nach Russland zu reisen?

Ja. Bei YooMoney verifizierst du dich aus der Ferne mit Reisepass und Selfie, und sie schicken dir die physische MIR-Karte in dein Land. Das dauert 2 bis 6 Wochen, bestell sie also mit viel Vorlauf.

Funktioniert Pay in Russia noch?

Eröffnen kannst du die Karte weiterhin, aber seit August 2026 lässt sie sich nicht mehr mit Visa oder Mastercard aufladen. Die nicht verifizierte Version nimmt nur WeChat, Alipay oder Alipay HK an, die verifizierte zusätzlich USDT. Der Schweizer Pass ist für die Verifizierung nicht zugelassen. Für die meisten westlichen Reisenden ist sie keine praktische Option mehr.

Kann ich in Russland Geld am Automaten abheben?

Nur mit einer Karte eines russischen Instituts, etwa der Karte von T-Bank oder der physischen Karte von YooMoney. Ausländische Karten funktionieren an russischen Geldautomaten nicht, und mit der virtuellen Karte von Pay in Russia lässt sich auch kein Bargeld abheben.

Funktionieren Apple Pay oder Google Pay in Russland?

Nein. Apple Pay, Google Pay und die übrigen westlichen mobilen Bezahlsysteme funktionieren in Russland nicht, auch nicht mit einer ausländischen Karte verknüpft. Was funktioniert, ist Mir Pay, die russische Alternative, aber dafür brauchst du eine von einer russischen Bank ausgegebene MIR-Karte und ein Android-Handy.

Funktioniert UnionPay derzeit in Russland?

Theoretisch ist das chinesische System UnionPay in Russland weiterhin präsent, in der Praxis funktionieren die meisten ausserhalb des Landes ausgestellten Karten aber nicht oder nur sehr unzuverlässig. Dazu wird es immer schwieriger und teurer, überhaupt eine zu bekommen. Darauf sollte man keine Reise aufbauen.

Ist es besser, Bargeld mitzunehmen oder eine Karte zu nutzen?

Am besten kombinierst du beides. Bargeld ist die Grundlage, aber damit kannst du nicht online bezahlen. Praktisch ist es, Bargeld in tadellosen Scheinen mitzunehmen und, wenn möglich, eine russische MIR-Karte.

Warum können meine Geldscheine beim Umtausch in Russland abgelehnt werden?

Russische Banken sind sehr streng beim äusseren Zustand der Scheine: Sie lehnen Noten mit geknickter Ecke, einem Fleck, einem Kugelschreiberstrich oder einer älteren Serie ab. Dazu verlangen sie ab 40’000 Rubel pro Vorgang den Reisepass, und viele Filialen wechseln nicht mehr als rund 400 Euro auf einmal.

Kann ich Geld nach Russland senden, ohne zu reisen oder eine Karte zu beantragen?

Ja. Wenn dein Ziel darin besteht, Geld an Familie oder Freunde in Russland zu schicken, gibt es spezielle Dienste für internationale Überweisungen ins Land. Zum Bezahlen in Geschäften als Tourist taugen sie allerdings nicht.

Kann ich in Russland mit Euro oder Dollar bezahlen?

Nein. In Russland darf man rechtlich nur in Rubel bezahlen, bar wie mit Karte. Euro, Dollar oder Franken müssen vorher umgetauscht werden.

Reisst du nach Russland? Kläre das Wichtigste vor der Abreise

ProblemLösung
🛡️ Ich brauche eine gültige KrankenversicherungReiseversicherung für RusslandPreis berechnen
💳 Meine Karten funktionieren in Russland nichtRussische MIR-KarteSo bekommst du sie
📱 Ich habe kein Internet in RusslandeSIM die funktionierteSIM für Russland
🔐 Meine Apps sind in Russland gesperrtVPN, das funktioniertVPN für Russland
🧭 In Russland ändert sich alles sehr schnellAktueller Reiseführer (auf Englisch)Zum Reiseführer

Brauchst du noch etwas? Alle Services für deine Reise ansehen →

War das hilfreich? Ich sag dir Bescheid, wenn sich in Russland etwas ändert

Einmal im Monat eine kurze E-Mail (auf Englisch) mit dem, was sich für Reisende geändert hat: Visa, Bezahlen, Grenzen, Apps. Auf Basis dessen, was mir Leser aus Russland berichten. Wir sind schon über 4'000. Kein Spam: Wenn es dich irgendwann nicht mehr interessiert, meldest du dich mit einem Klick ab.

Vielleicht interessiert dich auch