Pay in Russia: virtuelle russische Karte von zu Hause aus eröffnen

Seit 2022 funktionieren Visa- und Mastercard-Karten, die ausserhalb Russlands ausgestellt wurden, im Land nicht mehr. Weder am Geldautomaten noch im Restaurant noch beim Kauf eines Zugtickets im Internet. Wenn du gerade eine Russlandreise planst, ist das vermutlich das, was dir am meisten Kopfzerbrechen bereitet: Wie soll ich dort bezahlen?

Pay in Russia ist eine der bequemsten Lösungen, die es inzwischen gibt. Es handelt sich um eine virtuelle russische Prepaidkarte, gedacht für ausländische Touristen, die du in ein paar Minuten von zu Hause aus eröffnen kannst – ohne einen Fuss nach Russland zu setzen. In diesem Beitrag erkläre ich dir genau, was das ist, wie du sie Schritt für Schritt mit echten Screenshots eröffnest, was das Aufladen wirklich kostet und wie du sie unterwegs benutzt.

Die Karte zu eröffnen ist kostenlos und dauert etwa 2 Minuten, direkt im Browser. Du musst noch nichts installieren, und es spielt keine Rolle, ob du am Computer oder am Handy sitzt. Damit du es in einem Rutsch schaffst, halte Folgendes bereit:

  • Deine Telefonnummer mit Ländervorwahl (+41…).
  • Deinen Vor- und Nachnamen genau so, wie sie im Reisepass stehen.
  • Eine E-Mail-Adresse.
  • Ein Passwort mit 8 bis 24 Zeichen, mit Gross- und Kleinbuchstabe und Ziffer.

Oder scanne den QR-Code, um sie direkt vom Handy aus zu eröffnen:

QR code - payinrussia

Es öffnet sich eine Anmeldeseite auf Englisch: Klicke auf Sign up (Registrieren), den Button rechts, und fülle die Daten aus

Registrierung bei Pay in Russia am Computer: Bildschirm mit dem Button Sign up
Registrierungsformular von Pay in Russia mit Telefon, Vorname, Nachname und E-Mail

Anschliessend wirst du aufgefordert, ein Passwort zu erstellen, und danach kannst du kostenlos eine virtuelle russische Karte beantragen.

Was ist Pay in Russia?

Pay in Russia ist eine virtuelle Prepaidkarte des nationalen russischen Zahlungssystems, dem einzigen, das innerhalb des Landes normal funktioniert. Herausgegeben wird sie von der Promselchosbank, einem regulierten russischen Institut mit Lizenz der russischen Zentralbank.

Registrierung und Kartenerstellung laufen komplett im Browser, am Computer genauso wie am Handy. Erst danach installierst du die App auf dem Handy – die brauchst du dann zum Bezahlen während der Reise. Das Entscheidende für Touristen: Du brauchst weder ein russisches Bankkonto noch eine Reise nach Russland noch eine russische SIM-Karte, um loszulegen.

Die zwei Varianten: nicht verifiziert und verifiziert

Es gibt zwei Kartenstufen. Die nicht verifizierte Karte ist sofort da und verlangt keinerlei Dokumente; sie ist die bequemste für eine kurze Reise und für Reisende mit Schweizer Pass derzeit die einzige Möglichkeit. Die verifizierte Karte (mit Passscan und Selfie) hebt die Limits deutlich an und bietet zusätzlich Schutz bei Betrug, ist aber vorerst nur für bestimmte Staatsangehörigkeiten verfügbar.

Nicht verifiziertVerifiziert
Ausweis nötigNeinJa (Reisepass + Selfie)
Aktuell verfügbarJa, mit jedem PassNur mit bestimmten Pässen
Maximales Guthaben zu jedem Zeitpunkt15’000 ₽600’000 ₽
Umsatz pro Monat40’000 ₽Kein festes Monatslimit
Gültigkeit1 Monat1 Jahr
Reklamation bei BetrugNeinJa
15’000 ₽ sind je nach Kurs etwa 140–160 CHF; genug für mehrere Tage alltägliche Ausgaben.

Mit welchen Pässen kann man die verifizierte Karte beantragen?

Die Verifizierung erfolgt durch das Scannen des Reisepasses, und die Bank schaltet sie nach und nach für einzelne Staatsangehörigkeiten frei. Zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Beitrag schreibe, kannst du dich verifizieren, wenn dein Pass deutsch, italienisch, lettisch, estnisch, mexikanisch oder kolumbianisch ist.

Der Schweizer Pass steht also vorerst nicht auf der Liste. Das ist halb so schlimm: Du kannst trotzdem die nicht verifizierte Karte eröffnen, die zum Bezahlen genauso funktioniert – es ändern sich nur die Limits. Die Bank will Spanien in den nächsten Wochen ergänzen und weitere Länder wie die USA, Grossbritannien oder Australien später, konkrete Termine gibt es aber nicht.

Zwei praktische Hinweise, gerade in der Schweiz: Massgeblich ist die Staatsangehörigkeit des Passes, nicht dein Wohnort. Wenn du also in der Schweiz lebst, aber einen deutschen oder italienischen Pass besitzt, scanne genau diesen – dann steht dir der verifizierte Weg offen. Und ob deiner funktioniert, erfährst du erst beim Scan-Schritt, der nach der Registrierung kommt; falls es nicht klappt, ist dein Konto ohnehin schon angelegt und du kannst mit der nicht verifizierten Karte weitermachen.

Pay in Russia Schritt für Schritt eröffnen

Die Reihenfolge ist wichtig – und sie ist nicht die, die man erwartet: Zuerst registrierst du dich und erstellst die Karte im Browser; die App kommt erst danach.

1. Registriere dich (am Computer oder am Handy)

Beim Aufrufen landest du auf einer Anmeldeseite auf Englisch. Dort musst du zuerst auf «Sign up» klicken (Registrieren), nicht auf «Log in».

Danach füllst du folgende Angaben aus: Telefon (mit Ländervorwahl), Vorname, Nachname und E-Mail, und du legst das Passwort fest. Nach wenigen Sekunden erscheint die Bestätigung, dass die Registrierung abgeschlossen ist.

2. Erstelle deine Karte

Beim ersten Login kannst du zwischen zwei Karten wählen

  • Ich empfehle, zuerst die Karte ohne Identitätsprüfung zu eröffnen. Sie wird in wenigen Minuten erstellt und verlangt keinerlei Dokumente; sie ist die bequemste für eine kurze Reise, hat aber ein maximales Guthaben von 15’000 Rubel zu jedem Zeitpunkt und insgesamt 40’000 Rubel pro Monat.
  • Die verifizierte Karte (mit Passscan und Selfie) hebt die Limits stark an (bis zu 600’000 Rubel) und bietet Schutz bei Betrug, ist aber vorerst nur für bestimmte Staatsangehörigkeiten verfügbar. Wenn du sie eröffnest, während du schon in Russland bist, verlangt sie zusätzlich den Scan der Migrationskarte, die du bei der Einreise bekommst.

In deinem Profil siehst du deine persönlichen Daten und kannst, wenn dein Pass zu den zugelassenen gehört, die Verifizierung starten, um die Limits anzuheben.

Persönliche Profildaten bei Pay in Russia

Diese beiden Schritte kannst du heute schon erledigen. Das Aufladen hat Zeit, bis die Reise näher rückt.

3. Installiere die App auf dem Handy

⚠️ SEHR WICHTIG. Bevor du weitermachst: Installiere die App nur, wenn du dich bereits registriert hast (Button Sign up), so wie oben beschrieben. Die Registrierung läuft im Browser, wie in Abschnitt 1 erklärt, und erst nach der Anmeldung installierst du die Anwendung.

Jetzt ist die Installation dran, und sie ist nicht optional, wenn du die Karte nutzen willst: Der Code, der jede Zahlung bestätigt, kommt als Benachrichtigung in der App an, nicht per SMS. Genau das ist der grosse Vorteil (keine russische SIM nötig), bedeutet aber auch: Ohne installierte App und ohne aktivierte Benachrichtigungen kannst du keine Zahlungen bestätigen.

Du meldest dich mit der E-Mail-Adresse und dem Passwort an, die du gerade erstellt hast.

Auf dem iPhone (iOS)

Im App Store gibt es keine Anwendung: Du fügst sie über Safari zum Home-Bildschirm hinzu, und sie verhält sich wie eine normale App. SEHR WICHTIG, DAMIT DU AUF DEM IPHONE BENACHRICHTIGUNGEN EMPFANGEN KANNST:

  1. Öffne Payinrussia in Safari (denk daran, dich vorher über den Button «Sign up» zu registrieren).
  2. Tippe auf den Teilen-Button (das Kästchen mit dem Pfeil nach oben).
  3. Wähle «Zum Home-Bildschirm» und bestätige mit Hinzufügen.
  4. Öffne das Symbol, melde dich mit deinem Konto an und erlaube die Benachrichtigungen, wenn du gefragt wirst.

Auf diesen Screenshots siehst du die einzelnen Schritte:

Dieser Schritt ist keine Kosmetik. In einem normalen Safari-Tab bekommt das iPhone keine Benachrichtigungen; sie kommen nur an, wenn du die Seite zum Home-Bildschirm hinzugefügt hast. Wenn du das überspringst, kannst du deine Zahlungen nicht bestätigen.

Auf Android

⚠️ SEHR WICHTIG: Zuerst registrieren und die russische Karte erstellen (Button «Sign up» – Schritt 1), und erst danach die APK installieren. Die Anmeldung läuft im Browser, nicht in der App.

Sobald du registriert bist, installierst du die Anwendung. Da die App auch nicht bei Google Play zu finden ist, musst du die Datei mit der Endung APK installieren. Geh dabei so vor:

1. Tippe auf deinem Android-Handy auf den Download-Button der Anwendung. Es wird eine Datei namens Payrus-latest.apk heruntergeladen. Sie ist rund 130 MB gross, also am besten über WLAN.

2. Der Browser warnt dich, dass «diese Datei schädlich sein kann». Tippe trotzdem auf Herunterladen: Diese Warnung zeigt Android grundsätzlich bei jeder App, die nicht aus dem Google Play Store stammt.

Android-Warnung beim Herunterladen der APK-Datei von Pay in Russia

3. Öffne die heruntergeladene Datei. Android fragt dich nach der Erlaubnis, «Apps aus dieser Quelle zu installieren»: Aktiviere sie und bestätige die Installation.

Installation der APK von Pay in Russia auf Android erlauben

4. Öffne die App, melde dich mit der E-Mail-Adresse und dem Passwort an, die du bei der Registrierung erstellt hast, und erlaube die Benachrichtigungen, wenn du gefragt wirst. Ohne sie kannst du keine Zahlungen bestätigen.

Ein Vorteil gegenüber dem iPhone: Mit der Android-App kannst du ausserdem kontaktlos bezahlen, indem du das Handy an das Kartenlesgerät hältst – nicht nur per QR-Code.

Wie du die Karte auflädst (und was das wirklich kostet)

Die Karte selbst ist kostenlos. Die Kosten stecken im Wechselkurs, den man dir beim Aufladen berechnet. Zum Aufladen tippst du auf «Add money» (Geld hinzufügen), wählst die Methode und den Betrag. Du kannst innerhalb deines Limits so oft aufladen, wie du willst, und sogar schon vor der Reise, um Dinge online zu buchen (Museumstickets, Oper, Online-Shops und so weiter).

Methoden, um Geld auf die Pay-in-Russia-Karte zu laden

Die einfache Variante: mit Karte oder Apple Pay / Google Pay

Das ist der einfachste Weg: Du lädst mit deiner gewohnten Karte auf (oder mit Apple Pay / Google Pay) und das Guthaben erscheint in Rubel auf deiner Pay-in-Russia-Karte. Ganz unkompliziert. Das einzige «Aber»: Auf den Kurs, den man dir gibt, kommt ein Aufschlag. In der Praxis bekommst du rund 10 % weniger Rubel als beim Aufladen mit Krypto (das erkläre ich dir im nächsten Abschnitt genauer).

Die günstigere Variante: mit USDT (Krypto)

Wenn du dich mit Kryptowährungen auskennst, fährst du mit USDT deutlich besser, weil der Umtausch praktisch zum echten Kurs läuft, ohne den Aufschlag der Karte. Damit du es in Zahlen siehst: Das waren die Kurse, die zum selben Zeitpunkt in der App standen, als ich sie zum ersten Mal ausprobiert habe (sie ändern sich täglich, nimm sie also als Anhaltspunkt):

AuflademethodeRubel pro Dollar
Karte / Apple Pay / Google Pay~67 ₽
USDT (Krypto)~74 ₽
Mit USDT bekommst du für dasselbe Geld rund 9–10 % mehr Rubel.

In der App wählst du «Krypto», dann USDT, danach das Netzwerk, und die App gibt dir eine Adresse (oder einen QR-Code), an die du die USDT schickst. Sobald sie ankommen, werden sie auf deiner Karte in Rubel umgewandelt.

Woher bekommst du USDT? Am einfachsten kaufst du sie auf einer Börse wie Bybit mit einer SEPA-Überweisung in Euro – das geht auch von einem Schweizer Konto aus, und die Gebühr ist minimal; der Kauf per Kreditkarte kommt teurer. Danach hebst du sie auf die Adresse ab, die dir die Anwendung nennt. Zwei Hinweise, damit du kein Geld verlierst:

  • Nutze immer das Netzwerk TRC20 (Tron): Die Sendegebühr beträgt etwa 1 $. Vermeide das Netzwerk ERC20 (Ethereum), das mehrere Dollar kostet.
  • Das Netzwerk muss auf beiden Seiten übereinstimmen. Wenn du über TRC20 abhebst, wähle bei Pay in Russia ebenfalls USDT TRC20. Über ein Netzwerk senden und ein anderes auswählen bedeutet, dein Geld zu verlieren.
  • Es lohnt sich ab etwa 100–150 CHF Aufladebetrag. Bei kleinen Beträgen frisst die Netzwerkgebühr die Ersparnis auf und der Aufwand lohnt nicht.

Wenn du dir den Krypto-Umweg sparen möchtest, ist das völlig in Ordnung: Lade mit Karte auf und geniess die Reise. Der USDT-Weg ist für alle, die sich ohnehin mit Kryptowährungen bewegen und die Ersparnis mitnehmen wollen. (Chinesische Staatsbürger können übrigens direkt in Yuan mit UnionPay, WeChat oder Alipay aufladen.)

Wie du in Russland mit der Karte bezahlst

Sobald du Guthaben hast, ist das Bezahlen sehr einfach. Es gibt zwei Wege:

  • Per QR-Code (in Russland am gängigsten): In der App tippst du auf «Bezahlen», scannst den QR-Code des Geschäfts (das ist das Schnellzahlungssystem SBP), bestätigst den Betrag und bezahlst.
  • Online, mit den Kartendaten: Du gibst die Nummer und den CVC ein und bestätigst den Vorgang. Praktisch für Zugbuchungen, Tickets und Ähnliches.
Per QR-Code vom Startbildschirm von Pay in Russia bezahlen

Der grosse Vorteil: Die Bestätigung jeder Zahlung erreicht dich als Benachrichtigung in der App, nicht per SMS. Das heisst, du brauchst weder eine russische SIM-Karte noch Roaming: Mit installierter App und Internetverbindung (mobile Daten oder WLAN) reicht es. Es funktioniert in Restaurants, Taxis, der Metro, in Museen, Geschäften, in Hotels, die sie akzeptieren, und sogar beim Ticketkauf auf der Website der russischen Eisenbahn (RZD) – für Letzteres brauchst du allerdings ein VPN.

Ein Detail, an das du denken solltest: die Kameraberechtigung

Wenn du zum ersten Mal per QR-Code bezahlen willst, fragt die App nach der Erlaubnis, die Kamera zu benutzen. Erteile die Berechtigung, dann hast du keinerlei Probleme. Ärgerlich wird es, wenn du versehentlich auf «Nicht erlauben» tippst: Beim nächsten Versuch zeigt die App zwar einen Hinweis, dass du die Kamera aktivieren sollst, lässt dich das aber von dort aus nicht mehr tun.

Hinweis zur Kameraberechtigung beim Scannen eines QR-Codes in Pay in Russia

Wie du das behebst, hängt davon ab, wie du die App installiert hast:

  • iPhone: Die App läuft in Safari, also wird die Berechtigung unter Einstellungen → Safari → Kamera verwaltet, wo du sie auf «Erlauben» stellst. Wenn es weiterhin nicht klappt, geh zu Einstellungen → Safari → Erweitert → Website-Daten, suche payinrussia und lösche den Eintrag (damit ist das gespeicherte «Nein» weg). Öffne die App danach erneut und erteile die Berechtigung, wenn du gefragt wirst.
  • Android, wenn du die APK installiert hast: Das geht am direktesten. Geh zu Einstellungen → Apps, suche die App, öffne Berechtigungen und aktiviere die Kamera.

Wo sie funktioniert und wo nicht

Damit du keine Überraschungen erlebst, solltest du wissen, was du mit dieser Karte machen kannst und was nicht:

  • ✅ In Geschäften in Russland per QR-Code und mit Kartendaten bezahlen, online und vor Ort. Beispiele: Eintrittskarten für russische Museen kaufen (Kreml, Eremitage usw.), Hotels in Russland buchen, Tickets für die Oper im Bolschoi, Theater, Zirkus, Einkäufe bei Ozon, im Restaurant bezahlen und so weiter.
  • ❌ Bargeld abheben oder einzahlen ist nicht möglich.
  • ❌ Ausserhalb Russlands oder bei nicht russischen Händlern funktioniert sie nicht.
  • ❌ Überweisungen an andere Personen oder Konten sind nicht möglich.
  • ⚠️ Manche Hotels, Mietwagenfirmen und Marktplätze akzeptieren keine Prepaidkarten. Halte für diese Fälle einen Plan B bereit.

Pay in Russia im Vergleich zu den anderen Optionen

Es ist nicht die einzige Möglichkeit, in Russland zu bezahlen. Wenn du den vollständigen Überblick willst, gibt es einen allgemeinen Beitrag darüber, wie man in Russland mit Bargeld und Karte bezahlt. Hier die gängigsten Alternativen zusammengefasst:

Pay in RussiaT-Bank (russische Karte)Bargeld mitnehmen
Ohne Russlandreise zu bekommenJaNein
In Minuten einsatzbereitJaNein (muss in Russland erledigt werden)
Online und per QR bezahlenJaJaNein
Geld am Automaten abhebenNeinJa
Ideal fürDie Reise unkompliziert bezahlenWer ein «richtiges» russisches Konto und auch eine russische SIM willSicherheitsreserve

Die russische Karte von T-Bank ist ein vollwertiges Konto samt Karte, aber du musst sie in Russland aktivieren. Genau da punktet Pay in Russia: Du hast sie von zu Hause aus einsatzbereit. Viele kombinieren beides: T-Bank für etwas Dauerhaftes und Pay in Russia, um die Zahlungen während der Reise ohne Umstände zu regeln.

Ablaufdatum und Restguthaben

Die Karte hat ein Ablaufdatum (im Format MM/JJJJ, du siehst es auf der Karte selbst in der App). Wenn beim Ablauf noch Guthaben übrig ist, bleibt es 30 Tage lang ab dem ersten Tag des Folgemonats verfügbar; danach verfällt es. Die Empfehlung ist simpel: Lade ungefähr so viel auf, wie du ausgeben willst, und wenn wenig übrig bleibt, gib es aus, bevor die Karte abläuft.

Denk daran, dass die nicht verifizierte Prepaidkarte kaum länger als 1 Monat hält. Ich habe meine zum Beispiel am 15. Juni eröffnet und sie lief am 31. Juli ab. Die verifizierte Karte gilt dagegen 1 Jahr. Wenn sie ablaufen, kannst du problemlos eine neue eröffnen.

Genau deshalb ist es kein Problem, wenn deine Reise noch weit weg ist: Leg das Konto jetzt schon an (das ist kostenlos und läuft nicht ab) und erstelle und lädst die Karte erst, wenn der Termin näher rückt.

Bevor du sie eröffnest, beachte Folgendes

  • Das Aufladen per Karte kostet rund 10 % Aufschlag beim Wechselkurs (mit USDT ist es deutlich günstiger).
  • Das Guthaben auf der Karte ist nicht durch eine Einlagensicherung gedeckt. Deshalb solltest du nur das aufladen, was du auch ausgeben willst, und sie nicht als Sparkonto nutzen.
  • Du brauchst die installierte App und aktivierte Benachrichtigungen, um Zahlungen zu bestätigen.
  • Es ist eine Karte, um während der Reise innerhalb Russlands zu bezahlen – kein Dienst, um Geld zu senden oder Bargeld abzuheben.

Kurz gesagt

Wenn du nach Russland reist und nicht weisst, wie du dort bezahlen sollst, ist Pay in Russia mit das Praktischste, was es derzeit gibt: Zuerst registrierst du dich kostenlos in ein paar Minuten im Browser, dann installierst du die App auf dem Handy und lädst sie auf, wie es dir lieber ist (mit Karte ist es einfach, mit USDT günstig), und du bezahlst per QR-Code, ohne russische SIM. Mein Rat: Leg sie rechtzeitig an und lade sie auf, wenn die Reise näher rückt.

Eröffne deine kostenlose russische Prepaidkarte in 2 Minuten
Im Browser, ohne etwas zu installieren. Denk daran, auf «Sign up» zu klicken.

Oder scanne den QR-Code, um sie direkt vom Handy aus zu eröffnen:

QR code - payinrussia

Häufige Fragen zu Pay in Russia

Muss ich die App installieren, bevor ich mich registriere?

Nein. Registrierung und Kartenerstellung laufen im Browser, und du kannst das am Computer genauso machen wie am Handy. Die App wird erst danach auf dem Handy installiert, und du meldest dich mit dem gerade erstellten Konto an. Sie vorher zu installieren spart dir keinen einzigen Schritt.

Kann ich mich am Computer registrieren?

Ja, ohne Probleme. Die Anmeldung ist eine ganz normale Webseite. Das Handy brauchst du erst danach, um die App zu installieren und die Zahlungen während der Reise bestätigen zu können.

Mit welchen Pässen kann man die verifizierte Karte beantragen?

Stand Juli 2026 mit deutschem, italienischem, lettischem, estnischem, mexikanischem oder kolumbianischem Pass. Der Schweizer Pass ist noch nicht dabei, aber du kannst die nicht verifizierte Karte eröffnen, die zum Bezahlen genauso funktioniert, nur mit niedrigeren Limits. Wenn du in der Schweiz lebst und zusätzlich einen deutschen oder italienischen Pass hast, scanne diesen: Massgeblich ist die Staatsangehörigkeit, nicht der Wohnort.

Ist die Karte von Pay in Russia sicher?

Herausgegeben wird sie von der Promselchosbank, einer echten russischen Bank mit Lizenz der russischen Zentralbank. Es ist ein kleines, aber reguliertes Institut. Allerdings ist das Guthaben auf der Karte nicht durch eine Einlagensicherung gedeckt, deshalb ist es klug, nur das aufzuladen, was du auf der Reise ausgeben willst, und sie nicht als Sparkonto zu nutzen.

Brauche ich eine russische SIM-Karte oder muss ich nach Russland reisen, um sie zu nutzen?

Nein. Du eröffnest sie von zu Hause aus, und die Codes zur Bestätigung der Zahlungen kommen als Benachrichtigung in der App an, nicht per SMS. Du brauchst nur die installierte App und eine Internetverbindung (mobile Daten oder WLAN).

Was kostet es, die Karte zu eröffnen und zu nutzen?

Die Eröffnung ist kostenlos. Die Kosten stecken im Wechselkurs beim Aufladen: Mit Karte bekommst du rund 10 Prozent weniger Rubel als mit USDT, dem günstigsten Weg. Dazu kann deine eigene Bank noch ihre eigene Fremdwährungsgebühr berechnen.

Kann ich damit Bargeld abheben?

Nein. Es ist eine Karte, mit der man ausschliesslich bezahlt (per QR-Code oder mit den Kartendaten), und zwar innerhalb Russlands. Bargeld abheben oder einzahlen ist nicht möglich, Überweisungen an andere Personen ebenfalls nicht.

Was passiert mit dem Guthaben, wenn die Karte abläuft?

Das Restguthaben bleibt 30 Tage lang ab dem ersten Tag des Monats nach dem Ablauf verfügbar. Danach verfällt es, deshalb solltest du vorher ausgeben, was übrig ist. Nach dem Ablauf kannst du eine neue Karte eröffnen.

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